Bürgerversicherung: Der GKV-Beitrag könnte auf 10,5 % sinken

Die Beiträge zur Krankenversicherung werden durch das immer teurer werdende Gesundheitssystem immer höher. Laut einer aktuellen Studie der Linkspartei könnte die gesetzliche Krankenversicherung ihre Beiträge im Zuge einer Umstellung des Systems auf eine Bürgerversicherung auf 10,5 % senken. Diese Zahl basiert auf einer speziellen Bedingung: Die private Krankenversicherung dürfte nicht mehr als Krankenvollversicherung angeboten werden, alle müssten in der Bürgerversicherung versichert sein.

Hilft die Bürgerversicherung bei der Senkung der Beiträge?

Die Vorteile einer Bürgerversicherung werden immer mehr in der Öffentlichkeit diskutiert. Vor allem die Linkspartei macht sich für die Bürgerversicherung stark. So soll es mit einer solchen Krankenversicherung möglich werden, die Beiträge um bis zu 5 % zu senken. Anstatt den aktuellen 15,5 %, würden nur noch 10,5 % des Einkommens für die Krankenversicherung fällig. Laut verschiedenen Studien könnten mit einer Bürgerversicherung nicht nur die Beiträge an sich gesenkt werden, sondern es könnten auch zusätzliche Kosten, wie zum Beispiel Praxisgebühren und Zuzahlungen der Krankenversicherung, unterbunden werden. Das würde die Kaufkraft des Mittelstandes steigern. So würde auch die Wirtschaft profitieren.

Bei den privaten Krankenkassen dürfte sich die Begeisterung jedoch in Grenzen halten: Laut der Linkspartei soll in Zukunft eine private Krankenversicherung nur noch Zusatztarife anbieten dürfen.

Was passiert mit den privaten Krankenversicherungen?

Ein Problem stellt auch die Frage dar, wie mit den bisher privat Versicherten umgegangen werden soll. Die angesparten Altersrückstellungen sind in diesem Zusammenhang das größte Problem, denn die privat Versicherten werde diese nicht freiwillig aufgeben und eine Bürgerversicherung abschließen. Da müsste noch eine Lösung her.

Eine weitere Forderung der Linkspartei betrifft die Beitragsbemessungsgrenze: Die Linke fordert die Abschaffung dergleichen, sodass Menschen mit einem höheren Einkommen in Zukunft deutlich höhere Beiträge zahlen müssten.

Falsche Krankenhausabrechnungen: Milliardenschäden für Krankenkassen

Wie sich letzte Woche herausgestellt hat, sind aufgrund falscher Krankenhausabrechnungen für die gesetzlichen Krankenkassen finanzielle Schäden in Milliardenhöhe entstanden. Nach Angaben des GKV-Spitzenverbands beläuft sich der Schaden im vergangenen Jahr auf bis zu 1,5 Milliarden Euro. Doch die Krankenhäuser lassen diesen Vorwurf nicht auf sich sitzen.

2010 haben Prüfer der gesetzlichen Krankenkassen ungefähr 12 % aller eingereichten Krankenhausabrechnungen überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass durchschnittlich 45,6 % der Krankenhausabrechnungen (also ca. jede zweite) fehlerhaft sind. Damit wurde ein absoluter Höchststand an falschen Krankenhausabrechnungen erreicht.

Doch warum sind so viele Krankenhausabrechnungen falsch?

Einerseits könnte es daran liegen, dass die Krankenkassen die Krankenhausabrechnungen strengeren Prüfungen unterziehen. Doch möglich wäre auch, dass die Krankenhausabrechnungen einfach schlechter geworden sind.

Die fehlerhaften Krankenhausabrechnungen sehen dabei so aus, dass zum Beispiel Arzneien in Rechnung gestellt wurden, die die Patienten niemals verabreicht bekommen haben oder dass Behandlungen niemals erfolgt sind, die aber in der Krankenhausabrechnung aufgeführt sind. Gerade bei solchen Arzneien oder Behandlungen handelt es sich um extrem kostenintensive Maßnahmen, sodass schnell eine Milliardensumme zusammenkommen kann.

Die Reaktion der Krankenhäuser

Georg Baum, der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) verteidigt die Krankenhäuser und widerspricht dem GKV-Spitzenverband. Bei den beanstandeten Rechnungen würde es sich nämlich hauptsächlich um medizinische Streitfälle handeln. 96 % aller Krankenhausabrechnungen würden selbst nach eingehender Prüfung durch die Krankenkassen unbeanstandet bleiben. Schließlich liege das effektive Rückzahlungsvolumen bei unter 1 %. Deshalb sei es höchst unseriös von den Kassen, das in Frage gestellte Finanzvolumen von 1,5 Milliarden Euro einfach mit Falschabrechnungen gleichzusetzen.

Opposition übt heftige Kritik an Versorgungsgesetz

Ziel des neuen Ärzte-Versorgungsgesetzes, welches gleich zu Beginn nächsten Jahres in Kraft treten soll, ist es, den Ärzte-Überschuss in Ballungszentren zu reduzieren. Dafür stehen im Rahmen des Versorgungsgesetzes 200 Millionen Euro zur Verfügung, um für Ärzte finanzielle Anreize zu schaffen, sich auf dem Land niederzulassen.

Die Kritik: Versorgungsgesetz als „Ärztebeglückungspaket“

Nun hagelt auf das Versorgungsgesetz harsche Kritik seitens der Opposition ein: Die SPD kritisiert, dass das neue Gesetz den Ärztemangel in ländlichen Regionen nicht beseitigen würde, da alleinige finanzielle Anreize viele Ärzte nicht dazu bringen würden, sich mit einer Praxis auf dem Land niederzulassen.

Die Kritik aus den Reihen der Grünen und der Linken ist sogar noch heftiger: Es bestehe der Verdacht, dass das Versorgungsgesetz lediglich als „vorgezogenes Wahlgeschenk“ seitens Daniel Bahrs (FDP) an die Ärzte sei. Das Versorgungsgesetz sei nichts anderes als ein „Ärztebeglückungspaket“, dessen Kosten einzig und allein die Versicherten tragen müssten.

Gesundheitsminister und Ärzte sind zufrieden

Der Gesundheitsminister Bahr wies hingegen die Kritik der Opposition zurück. Der Ärztemangel auf dem Land würde immer kostenintensiver werden, da immer mehr Krankentransporte und Krankenhauseinweisung nötig seien. Dem würde das Versorgungsgesetz entgegenwirken. Somit würde das neue Ärzte-Versorgungsgesetz nicht zu Lasten der Versicherten gehen, sondern diese langfristig finanziell entlasten. Außerdem müssten die unterschiedlichen Arzt-Honorare ausgeglichen werden, die durch unterschiedliche Kassensätze für die gleiche Behandlung entstehen. Ärztevertreter begrüßten indes das neue Versorgungsgesetz ebenso und bekräftigen den Gesundheitsminister in seinem Vorhaben.

Regierung will Maßnahmen gegen Ärztemangel ergreifen

Vor gut einer Dekade wurde zum ersten Mal von einem Ärztemangel in Deutschland gesprochen. Zu wenige Ärzte, so hieß es, kümmerten sich um zu viele Patienten. Seitdem geistert das Schlagwort regelmäßig durch die Medienlandschaft und prangert eine Überversorgung von Ballungszentren, sowie die ärztliche Unterversorgung auf dem Land an. Bislang gab es auf diesen Missstand aber keine ernst zu nehmenden Reaktionen. Dies soll sich nun ändern.

Junge Ärzte auf das Land locken, Versorgung der Patienten verbessern

Um einen Anreiz für junge Ärzte zu schaffen, neue oder leerstehenden Praxen auf dem Land zu beziehen, wurde jüngst das Versorgungsstrukturgesetz in der gesetzlichen Krankenversicherung verabschiedet. Obgleich einige positive Ansätze von Seiten der Versicherer gelobt wurden, gab es viel Kritik und Nachbesserungswünsche von Seiten der Krankenkassen, Arbeitgeber und Gewerkschaften.

Ärzte entlasten, Praxen auf dem Land finanziell fördern

Letztendlich zielt das Gesetz darauf ab, Ärzte finanziell zu entlasten, mehr Praxen zu öffnen und die Wege für Ärzte und Patienten dadurch zu verkürzen. Aber auch abseits der Finanzen soll die Ökonomie optimiert werden. Beispielsweise sollen auch Krankenhäuser den ärztlichen Notdienst übernehmen, die Residenzpflicht für Ärzte soll aufgehoben werden und der Standort neuer Praxen soll sich stärker am lokalen Bedarf orientieren, damit weniger Patienten auf einen einzelnen Arzt entfallen. Die kassenärztlichen Vereinigungen erhalten zudem mehr Spielraum, eigene Versorgungseinrichtungen wie Ärztezentren oder gemeinschaftliche Praxen zu errichten oder diese Privilegien an Kommunen zu delegieren, um die Patienten flächendeckend sowie mit Fachärzten versorgen zu können.

Ärzte könnten auf dem Land Mangelware werden

Diese gesetzlichen Grundlagen gehen einigen nicht weit genug, da etwa die Überversorgung nicht weitreichend aufgegriffen wird. Dennoch ist es zumindest ein wichtiger Anfang, um die Versorgung der Patienten auf dem dünn besiedelten Land zu verbessern, wo innerhalb der nächsten 10 bis 15 Jahre ein akuter Notstand ausbrechen könnte, da kaum junge Ärzte nachkommen und ältere Generationen in Rente gehen.

Bahr schließt Senkung der Krankenkassen-Beiträge aus

Die regelmäßigen Zahlungen der Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung haben dazu geführt, dass bei den Krankenkassen Überschüsse verbucht werden können. Wer jedoch die Hoffnung hatte, dies könnte zur einer Entlastung bei den Beitragszahlungen führen, dürfte nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Bahr enttäuscht sein. Für eine Entlastung bei der Zahlung der Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung wäre kaum ausreichend Spielraum vorhanden.

Damit widersprach er der Hoffnung, die seitens der Spitzen der Koalition geweckt worden war. Diese hatte nämlich davon gesprochen, dass eine Entlastung der Sozialabgaben auch im Hinblick auf die gesetzliche Krankenversicherung möglich wäre. Bisher sei jedoch kein ausreichender Spielraum für eine Entlastung der Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung vorhanden. Ansonsten wäre diese Möglichkeit schon ausgeschöpft worden.

Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung sollten stabil bleiben

Dem Bundesgesundheitsminister Bahr pflichtete so auch der Gesamtmetall-Präsident bei. Die gesetzliche Krankenversicherung sollten Stabilität sowie Verlässlichkeit begleiten und keine zeitweiligen Hochphasen. Dann erst könne man sich über eine Entlastung der Beiträge unterhalten. Schließlich kam der Überschuss von knapp 1,5 Milliarden Euro nur zustande, da die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung um 0,6 % auf 15,5 % erhöht wurden.

Bezüglich des Überschusses könnte eine andere Verwendung in Betracht kommen: So könnte das Geld eingesetzt werden, um das in der Planung befindliche Versorgungsgesetz zu finanzieren. Bekannt ist ja, dass es auf dem Lande immer noch zu wenige Ärzte gibt. Mit einer besseren Versorgung, das heißt mehr ansässigen Ärzten auf dem Land, würden auch die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung wieder steigen.

Als Student privat krankenversichert

Wer auch während des Studiums nicht auf die privilegierten Leistungen der privaten Krankenversicherung verzichten möchte, hat die Möglichkeit, einen speziellen Tarif für Studenten abzuschließen.

Allerdings sollte man sich bei den Überlegungen nicht all zu viel Zeit lassen. Wer als Student der privaten Krankenversicherung beitreten möchte und auch bisher privat versichert war, muss sich innerhalb einer dreimonatigen Frist nach Beginn des Studiums von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen und kann dann in eine private Krankenversicherung wechseln. Studenten, die bisher gesetzlich versichert waren, müssen das Ende der Familienversicherung abwarten. Dann gilt für die ebenfalls eine dreimonatige Frist, innerhalb derer die Befreiung von der  Versicherungspflicht beantragt werden muss.

Die Studententarife sind von den Leistungen her zumeist eingeschränkt, was sich jedoch in einem geringeren Beitrag widerspiegelt.

Der anschließende Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung kann vollzogen werden, wenn der Student sein Studium beendet hat und ein Beschäftigungsverhältnis eingeht. Da das Gehalt bei Berufseinsteigern in der Regel nicht oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, bzw. häufig nach dem Studium eine Position als Anwärter, z.B. als Volontär, angenommen wird,  tritt die gesetzliche Versicherungspflicht wieder ein. Um die unangenehme Situation, später einmal nicht mehr zurück in die private Krankenversicherung wechseln zu können, zu vermeiden, sollte vorher in jedem Fall eine Anwartschaftsversicherung abgeschlossen werden.

Vorteile der privaten Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung genießt in Deutschland eine wachsende Popularität. Die Gründe dafür liegen der gesetzlichen Krankenversicherung zu Grunde. Die GKV hat ihre Leistungen in den vergangenen Jahren erheblich reduziert, sodass in weiten Teilen nur noch eine Grundabsicherung vorhanden ist. Seit 1. Januar 2011 gestaltet sich der Wechsel in die private Krankenversicherung zudem einfacher, sodass die Versicherer mit Blick auf das Neugeschäft einen regelrechten Boom erleben. Im Zuge der jüngsten Gesundheitsreform hat die Bundesregierung die Voraussetzung für eine private Krankenversicherung für Arbeitnehmer erheblich erleichtert. Möchten Arbeitnehmer in die PKV wechseln, muss ihr Einkommen den Neuregelungen zufolge in einem Jahr die Versicherungspflichtgrenze überschreiten. Eine Überschreitung in drei Jahren infolge ist nicht mehr erforderlich. Dadurch können viele Arbeitnehmer leichter und schneller in die PKV wechseln. Selbständige, Beamte und Freiberufler können ihre Krankenversicherung frei wählen. Demnach ist bei ihnen das Einkommen für einen Wechsel nicht entscheidend.

Durch ihre Strukturen bietet die private Krankenversicherung entscheidende Vorteile, die sich vor allem langfristig auszahlen. So sind die Beiträge in der PKV immer unabhängig von dem Einkommen des Versicherungsnehmers. Die Beiträge richten sich ausschließlich nach den Leistungen, sowie dem individuellen Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers. Die Leistungen können durch den Versicherten bei der PKV beeinflusst werden. Demnach kann er individuell entscheiden, welche Leistungen in den Vertrag aufgenommen werden sollen. Dadurch ist die Gestaltung eines individuellen Versicherungsschutzes möglich. Die Versicherungsnehmer können individuell festlegen, ob sie die Behandlung durch einen Chefarzt oder die Unterbringung im Einzelzimmer bevorzugen. Aber auch alternative Heilmethoden und verschiedene Vorsorgeleistungen können in den Leistungsumfang aufgenommen werden.

Grundsätzlich bieten die privaten Krankenversicherungen sehr unterschiedliche Tarifmodelle. Dadurch soll den Interessenten ein persönlicher Versicherungsschutz ermöglicht werden. Bei der Auswahl des Tarifs muss darauf geachtet werden, dass das Preis-Leistungsverhältnis empfehlenswert gestaltet ist. Die Leistungen sollten nicht zu gering gestaltet sein, da sich für den Versicherungsnehmer sonst langfristig erhebliche Kosten ergeben können. In der PKV ist es zudem möglich einen Selbstbehalt festzulegen. Auch hier sollte eine gewisse Vorsicht immer mit von der Partie sein. Durch den Selbstbehalt muss der Versicherungsnehmer einzelne Kosten anteilig selbst tragen. Demnach geht er immer mit finanziellen Belastungen einher, die nicht immer kalkulierbar sind.

PKV vs. GKV

Die Krankenversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen in Deutschland. Hierzulande wird zwischen grundlegenden Versicherungsmodellen differenziert. Neben der gesetzlichen Krankenversicherung handelt es sich um die private Krankenversicherung. Beide Formen sollen die Versicherungsnehmer vor hohen finanziellen Belastungen infolge von Krankheiten und Therapien schützen. Obwohl beide das gleiche Ziel verfolgen, sind die Differenzen zwischen den Modellen enorm. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung treten die gesetzlichen Krankenkassen als Träger auf. Deutschlandweit gibt es zahlreiche Krankenkassen, die teilweise auch überregional tätig sind. Die Kosten, die im Rahmen der GKV in Form von Krankenkassenbeiträgen beglichen werden müssen, werden durch den Gesetzgeber festgelegt. Bereits seit einigen Jahren arbeiten die Krankenkassen in Deutschland mit einem einheitlichen Beitragssatz. Unterschiede zwischen ihnen lassen sich auf Leistungsebene erkennen. In der Vergangenheit standen die Krankenkassen immer wieder in der Kritik.

Vor allem durch sinkende Leistungen und wachsende Kosten haben sie bei den Versicherungsnehmern für Unmut und Unzufriedenheit gesorgt. Die Leistungen der GKV wurden im Zuge mehrerer Gesundheitsreformen erheblich minimiert und belaufen sich heute lediglich auf die Grundversorgung. Darüber hinaus haben die Krankenkassen in Deutschland die Möglichkeit einen Zusatzbeitrag zu erheben, wenn die Mittel, die aus dem Gesundheitsfonds erhalten, nicht ausreichen. Die Höhe der GKV-Beiträge ist einkommensabhängig.

Aufgrund der hohen Kosten und der sinkenden Leistungen denken immer mehr Versicherungsnehmer über einen Wechsel in die PKV nach. Die Tarifmodelle der privaten Krankenversicherungen ermöglichen unterschiedliche Leistungen, gehen jedoch auch mit individuellen Anpassungsmöglichkeiten einher. Ein Vorteil der PKV ist der Aspekt, dass die Versicherungsbeiträge von dem Einkommen der Versicherungsnehmer unabhängig sind. Damit lohnt sich der Wechsel besonders für Gutverdiener und Selbständige, da es bei ihnen zu Schwankungen bei dem Einkommen kommen kann. Bei der privaten Krankenversicherung können die Leistungen individuell gewählt werden. Eine Grundversorgung ist jedoch immer gegeben.

Durch die Wahl der Leistungen wird die Beitragshöhe der PKV-Tarife aktiv beeinflusst. In Deutschland kann sich nicht jeder in der privaten Krankenversicherung abschließen. Darüber hinaus lohnt sich der Wechsel auch nicht für jeden. Gerade Familien mit Kindern sollten vorsichtig agieren. In der PKV muss jedes Familienmitglied separat abgesichert werden. Im Gegensatz dazu steht bei der GKV die Familienversicherung zur Verfügung. Sie ermöglicht die kostenfreie Absicherung der Kinder und des Ehegatten, wenn dieser nicht arbeitstätig ist.

INSM kritisiert die Familienversicherung scharf

Mit ihrer Forderung, die Familienversicherung in Deutschland gänzlich zu streichen, sorgt die “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” (INSM) für heftige Diskussionen. Es sei eine Fehlinvestition auf ganzer Linie, so der Zusammenschluss. Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM, betitelt die Familienversicherung weiter als “Herdprämie”, die “grob ungerecht” gegenüber Familien sei, in denen beide Elternteile Beiträge in die Krankenversicherung einbezahlen würden. Die Forderung der INSM nach einer monatlichen Kopfpauschale an Stelle der Familienversicherung ließe sogar eine Senkung der Beiträge für die Krankenversicherung um 0,7 % zu. Dies beruht auf einer Studie des Generationenforschers Bernd Raffelhüschen, der das Versicherungssystem ebenfalls scharf kritisiert.

Mehr als fünf Millionen Hausfrauen und -männer sind unentgeltlich über die Beiträge des Partners in der Familienversicherung krankenversichert. Sie genießen dabei uneingeschränkten Versicherungsschutz mit voller Leistung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die INSM und andere Experten fordern einen gerechten Ausgleich, dass zukünftig die Beiträge für Kinder vom Staat getragen werden. Alle übrigen Beiträge für die Krankenversicherung solle der volljährige Bürger selbst einzahlen, ohne eine Familienversicherung in Anspruch zu nehmen.

Gegenstimmen zur Streichung der Familienversicherung, wie es die INSM anregt, kommen vor allem aus der Politik. Gesundheitsexperten sehen in der Abschaffung der Familienversicherung, wie es die INSM fordert, einen sozialen Abstieg. Fraglich bleibt auch, ob die finanzielle Mehrbelastung für die Krankenversicherung von Einverdienerfamilien im Falle einer Abschaffung der Familienversicherung getragen werden kann. Dringenderen Handlungsbedarf sieht SPD-Gesundheitsexpertin vor allem im Ehegattensplitting, welches die Arbeitsaufnahme für viele Frauen unattraktiv werden lässt. Eine Senkung der Beiträge erhofft sich die Partei vor allem durch die geforderte Einführung der Mindestlöhne.

Sommerzeit ist Urlaubszeit: Was in der Reiseapotheke nicht fehlen sollte

Im Urlaub kann man dem Alltag entfliehen, Stress abbauen und mal so richtig die Seele baumeln lassen. Damit der lang ersehnte Jahresurlaub nicht ins Wasser fällt, sollte man bei den Vorbereitungen einige Dinge beachten. Denn manchmal bleibt man auch im Urlaub nicht von einer lästigen Erkältung verschont. Im Ausland an geeignete Medikamente zu kommen kann jedoch schwierig werden. Eine gut sortierte Reiseapotheke mit den richtigen Medikamenten ist daher sehr wichtig.

  • Ein Problem, das häufig bei Reisenden auftreten kann, sind Kopfschmerzen. Leichte Kopfschmerzen sind lästig, starke hingegen unerträglich. Ohne Medikamente hilft nur noch ein Rückzug auf das Hotelzimmer. Kopfschmerzen können jederzeit auftreten, jede Reiseapotheke sollte daher mit einem wirksamen Schmerzmittel ausgestattet sein.
  • Selbst beim Urlaub in heißen Ländern können Sie von Husten, Halsschmerzen und einer laufenden Nase heimgesucht werden. Der Grund für eine plötzliche Erkältung ist oftmals die laufende Klimaanlage. Daher ist es von Vorteil, geeignete Medikamente gegen Husteinreiz, Schnupfen und Halsschmerzen in die Reiseapotheke mit aufzunehmen.
  • Nicht jeder Körper gewöhnt sich gleich an die unterschiedlichen Essgewohnheiten beim Urlaub in anderen Ländern. Geeignete Medikamente gegen Durchfall in der Reiseapotheke sind Präparate mit Trockenhefe und Kohletabletten. Diese Medikamente helfen bei Durchfall oder Übelkeit und sollten in keiner Reiseapotheke fehlen.
  • Egal, ob am Strand, bei der Besichtigung verschiedener Sehenswürdigkeiten oder bei einer Wanderung durch die Natur: ein kleiner Unfall kann schnell passieren. Denken Sie daher daran, Desinfektionsmittel und Verbandszeug in Ihre Reiseapotheke mit aufzunehmen. Kleine Wunden können damit zuverlässig versorgt werden und eine folgenreiche Infektion wird damit verhindert.
  • Gerade bei einem Urlaub im Süden ist ein guter Sonnenschutz wichtig. After-Sun-Lotions spenden der Haut Feuchtigkeit und auch andere Mittel gegen Sonnenbrand sollten in Ihrer Reiseapotheke nicht fehlen.
  • Insektenstiche sehen nicht nur unschön aus, sie rufen auch einen lästigen Juckreiz hervor. Daher sollten Sie Ihre Reiseapotheke mit einem wirksamen Insektenspray ausstatten.